20 Kennenlernfragen für Gruppen ohne erzwungene Offenheit
Erzähl etwas, das niemand über dich weiß kann wie eine Aufforderung zu einem Geheimnis wirken. Ein erstes Gespräch muss nicht persönlich werden, um sinnvoll zu sein.
Diese zwanzig Fragen wurden für den Artikel formuliert. Sie laden zu Vorlieben, Alltagsbeispielen und Ideen ein. Wähle passende Fragen für Alter und Anlass und lasse ausdrücklich das Passen zu.
Fünf einfache Einstiege
Sagt vorab, dass auch erfundene Beispiele, eine andere Frage oder Passen erlaubt sind. Fragt nicht nach einer Begründung fürs Passen. Sonst wird der Ausstieg zu einer zweiten öffentlichen Prüfung.
- Welche Kleinigkeit macht einen gewöhnlichen Tag angenehmer?
- Welchen Alltagsgegenstand würdest du empfehlen?
- Welches Wetter würdest du dir für einen freien Nachmittag wünschen?
- Welchen Snack oder welches Getränk würdest du diesem Treffen hinzufügen?
- Welchen erfundenen Ort würdest du für eine Stunde besuchen?
Fünf Fragen zur Neugier
Eine Empfehlung ist freiwillig. Über eine Idee kann man sprechen, ohne ein Buch gekauft zu haben, verreist zu sein oder ein privates Hobby offenzulegen. Frage lieber Was interessiert dich daran? statt Fachkenntnisse abzuprüfen.
- Welche Fähigkeit würdest du gerne ausprobieren, ohne gleich gut darin sein zu müssen?
- Bei welchem alltäglichen Vorgang würdest du gerne hinter die Kulissen schauen?
- Über welches Thema würdest du jemandem gerne beim Erklären zuhören?
- Welche Buch-, Film- oder Spielidee klingt interessant für dich?
- Was würdest du eine Fachperson fragen, wenn du eine Frage frei hättest?
Zehn Fragen für ein zweites Gespräch
Deutet die Antworten nicht als Persönlichkeitstest. Die Fragen eröffnen Gespräche; sie belegen weder Fähigkeiten noch Einstellung oder berufliche Eignung. Vereinfache in einer Klasse die Sprache und lasse die Schüler ein konkretes Beispiel wählen.
- Was würde einen gemeinsam genutzten Arbeitsplatz angenehmer machen?
- Welche Aufgabe ist mit einer anderen Person schöner?
- Wie kann jemand dir eine Anleitung gut erklären?
- Was würdest du in einen einstündigen Workshop für Anfänger aufnehmen?
- Welche einfache Erfindung würde eine Warteschlange verbessern?
- Wie könnte ein Film über das Teekochen heißen?
- Aus welchen zwei Alltagsgegenständen könnte ein ungewöhnliches Brettspiel entstehen?
- Was könnte diese Gruppe in dreißig Minuten gemeinsam herstellen?
- Was sollten Menschen aus einem nützlichen Treffen mitnehmen?
- Welche Frage von heute würdest du für eine andere Gruppe behalten?
Ein Partnerformat für zwölf Minuten
Zwei Minuten Erklärung, drei Gespräche zu zwei Minuten, zwei Wechsel zu einer Minute und zwei Minuten Abschluss ergeben zwölf Minuten. Die Paare teilen sich die Sprechzeit und bekommen pro Runde eine neue Frage.
Picknados Partnerwechsel verteilt neue Gesprächspartner ohne doppelte Paarung innerhalb des Plans. Erkläre bei ungerader Anzahl die Pause, statt die letzte Person damit zu überraschen. Besprecht am Ende den Ablauf, nicht die persönlichen Antworten anderer Personen vor der ganzen Gruppe.
Die EEF-Quelle betrifft kooperatives Lernen, nicht einen Wirksamkeitstest dieser Fragen. Ein Kennenlerngespräch ist nur der Anfang. Gib der anschließenden Gruppenaufgabe im Unterricht einen klaren Zweck und eine Struktur für die Beteiligung.
Quelle: Education Endowment Foundation · Collaborative learning
Quellen & weiterführende Informationen
Die Links belegen Sachangaben. Zeitpläne und Rechenbeispiele sind eigene Veranschaulichungen, keine Nutzerstudien.
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